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Iveco Daily 4x4, Hunde und multithematisches Blog

Karkassen abgelehnt ... und die Auflösung

veröffentlicht am 22.04.2016 mit 410 Worten - Lesezeit: 2 Minute(n)

Seit 16 Jahren lasse ich meine abgefahrenen Reifen mit BANDAG-Laufstreifen runderneuern - und hatte damit nie Probleme. Das hat weniger wirtschaftliche Gründe (die Runderneuerung ist in der Reifendimension 7.50R16 nur wenig billiger als ein Neureifen), sondern eher damit zu tun, daß die Reifenauswahl so gering ist, daß z. B. sinnvolle Winterreifen nur auf diesem Weg zu erhalten sind.

Ich gebe also die Altreifen bei einem geeigneten Reifenhändler ab und 1-2 Wochen später erhalte ich diese mit neuer “Sohle” zurück - wie beim Schuhmacher …

Umso überraschter war ich diesmal, als ich statt der erhofften Reifen die Nachricht erhielt, die Reifen seien im Runderneuerungswerk abgelehnt worden, weil sie “Karkassen-Brüche” hätten, was beim Durchleuchten festgestellt worden sei. Nun sind das die ersten Sava Tamar, die ich gefahren hatte. Ich kann daher nur spekulieren:

  1. sind die Tamar (die überraschend günstig waren) qualitativ weniger gut als meine bisher gefahrenen, aber leider nicht mehr erhältlichen Reifen von Michelin, aber insbesondere Continental und zuletzt durchgängig Fulda?
    oder
  2. ist das die Folge der heftigen Unwucht, die die Reifen zuletzt hatten?

Zum zweiten Punkt:
Montiert hatte ich diese Reifen vor 3 12 Jahren, sie hatten seither eine Laufleistung von 18.000km hinter sich gebracht. Sie liefen problemlos und vibrationsfrei auf den ersten gut 10.000km, dann hatte das Auto längere Standzeiten. Auf den letzten 4.000km, die wieder innerhalb kürzerer Zeit vornehmlich auf Langstrecken anfielen, war das Fahrzeug zwischen 40 und 55km/h nicht wirklich fahrbar, es zeigte massive Vibrationen wie von einem “Standplatten” herrührend. Aber in dieser Reifendimension unterwegs “mal eben zu einem Reifenhändler und Reifen tauschen” - das ist aussichtslos.
So habe ich also meine letzte Spanientour massiv gekürzt, bin ausschließlich in Katalonien geblieben und so kamen statt der üblichen rd. 6.000km eben nur 3.500km zusammen - das war vielleicht gut so.

Ich neige daher eher dazu, daß die Karkassenbrüche auf die Unwucht zurückzuführen sind - ein Grund mehr, zumindest an der Vorderachse, wo die Radaufhängung eher leicht ist und dem Eigenleben des Rades folgen kann (im Gegensatz zur sehr schweren starren Hinterachse), auf genaues Auswuchten der Räder zu achten.

30.04.2016 - Die Auflösung

Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird … die Ursache war eine ganz andere - und sehr menschliche dazu:
Ich habe inzwischen meine Reifen zurück, wunderschön runderneuert mit dem BDLT-Profil, so wie beauftragt. Und was war nun mit den Karkassen? Nun, die Meldung über die Brüche ging versehentlich an den falschen Reifenstützpunkt und damit an den falschen Kunden.

Also Entwarnung - und einfach weiterfahren!