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Alles Lügenpresse - oder was?

veröffentlicht am 12.06.2016 mit 223 Worten - Lesezeit: 2 Minute(n)

Allerorten hört man in diesen Tagen harsche Medienkritik, teils auch in pauschalisierender und verunglimpfender Form. Im Gegenzug hört man dann wiederum Rechtfertigungen, die genauso nebulös und nichtssagend daherkommen.

Unter dem Titel “Gefährliche Abwendung von den Medien” berichtete der Deutschlandfunk vom 2. Kölner Forum für Journalismuskritik.

Interessant fand ich darin die Aussage des Leipziger Kommunikationswissenschaftlers Uwe Krüger, der der Meinung ist, unter Journalisten gebe es (…) einen Konsens mit den Eliten – Krüger sieht darin auch einen Grund für das zunehmende Misstrauen der Menschen. Das hänge aber eng mit der Politik zusammen:

“Wenn gegen die Interessen von großen Teilen der Bevölkerung Politik gemacht wird und Medien diese Politik erklären, dann ernten sie genau dasselbe Unverständnis, wie die Politik erntet.”

Das trifft insofern den Punkt, als es Aufgabe des Journalismus in einer pluralen Medienwelt ist, den Diskurs zu fördern, also unterschiedliche Standpunkte zu beschreiben und zu erläutern, um das Streben nach der bestmöglichen Lösung zu unterstützen und nicht nur diejenige Lösung für “alternativlos” zu erklären, die gerade im Politzirkus oder der die Politik umgebenden Lobbysphäre Hochkonjunktur hat.

Gleiches gilt für die Wirtschaftswissenschaft, wo es inzwischen aber auch immer mehr Forderungen nach mehr Pluralität gibt.

Ich bin gespannt, ob und wann sich “das System” reformfähig zeigen wird …


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