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Iveco Daily 4x4, Hunde und multithematisches Blog

Ersatzteilversorgung - jetzt wird's blöd!

veröffentlicht am 31.03.2016 mit 366 Worten - Lesezeit: 2 Minute(n)

Wenn “früher” was an meinem Iveco zu reparieren war und es schnell gehen mußte, dann hab ich den in die Werkstatt gefahren und in 2 Tagen (hinbringen und der Folgetag) war das Thema erledigt.

Doof sind Ausfälle immer unterwegs.

2004 in Süditalien hatte ich sogar das Glück, in eine NATO-zertifizierte Werkstatt zu kommen, die selbst Gleitschuhe für die nur in den 4x4-Modellen verbauten Steuerketten-Mechanik vorrätig hatte.
Das Prinzip “repariert am Folge-(Arbeits-)tag” hat auch beim Ausfall meiner Wasserpumpe in Spanien im September 2013 noch funktioniert.

Stutzig wurde ich, als mir der Lagerist meiner Stammwerkstatt im Februar zunächst eine Lieferfrist von 3 Wochen (!) für einen Sicherungskasten mitteilte. Der sollte dann von einer Iveco-Werkstatt in Belgien kommen. Erst als ich nachdrücklich darauf hinwies, daß das Fahrzeug dringend benötigt würde, konnte dann über das Iveco-Zentrallager in Italien doch noch innert kürzerer Frist ein Kasten aufgetrieben werden.

Lagerräumung?

Offenbar werden bei Iveco für die Daily II/96 die Lager geräumt und Teile bevorzugt aus dem Werkstattnetz bezogen anstelle aus dem Zentrallager, um “Ladenhüter” noch rechtzeitig loszuwerden. Mein Werkstattmeister erklärte mir auf die Frage, wieviele Fahrzeuge denn noch betreut würden: “kaum - man darf mit den Kisten ja nirgend mehr hinfahren”.

In Spanien scheint die Lage nicht viel anders zu sein:
Der Iveco-Händler Motortrans in Lleida ist ein riesiger Betrieb, die Werkstatt umfaßt 24 Stellplätze. Während das betriebseigene “Teiletaxi” Standard-Teile wie Simmering oder Kugellager im örtlichen Teilehandel während der Dauer der Reparatur innerhalb eines Vormittgs besorgen konnte, wurde es dann richtig blöd, als sich rausstellte, daß auch noch die vordere Bremse getauscht werden mußte: Scheibe, Sattel und Beläge.
Schon für die Beläge (die zu Beginn der Inspektion des Fehlerbildes als “ausgehärtet” beschrieben wurden), wurde eine Lieferzeit von mehreren Tagen in Aussicht gestellt - die “seien in ganz Spanien nicht vorrätig”, und als dann Bremssattel und Scheibe dazukamen, wurde die Liefer-Situation natürlich nicht besser.

Fazit

mit diesen “alten” Fahrzeugen wird eine Reparatur unterwegs nicht nur zum finanziellen, sondern v. a. zu einem zeitlichen Risiko - und das ist natürlich für alle diejenigen sehr schlecht, die zu einem definierten Zeitpunkt wieder zu Hause sein müssen.

Abhilfe: Verschleißteile zu Hause “auf Verdacht” tauschen bei entsprechender Laufleistung, und dann hoffen, daß man nix übersehen hat …