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Iveco Daily 4x4, Hunde und multithematisches Blog - Bernhard Albicker

Google Dienste nerven

veröffentlicht am 19.05.2019 mit 564 Worten - Lesezeit: 3 Minute(n)

Ja, ich habe ein Google-Konto. Das ist z. B. erforderlich, um Dienste wie youtube aktiv nutzen zu können, aber auch für die Nutzung der “Google Webmaster Tools”.

Letztere sind hilfreich, wenn man als Webseiten-Ersteller sehen will, wie die Suchmaschine der Monopolhörigen die eigene Webseite bewertet (Fehlerhinweise, aber auch Auswertungen darüber, wie die eigene Seite bei der Suche abschneidet). Anmerkung: Das ist nicht zu verwechseln mit “Google Analytics”, das zur Nutzerverfolgung eingesetzt wird. Derartige Tools setzte ich auf meinen Webseiten grundsätzlich nicht ein.

Das Nerv-Potential

Da gibt es verschiedene Ebenen:

Ständige Nachfragen nach dem Einloggen per mail:

Kaum hab ich mich (so alle paar Wochen) mal bei den Webmaster-Tools eingeloggt (von meinem gewöhnlichen Schreibtisch-Rechner), hab ich eine mail im Postfach:

Jemand hat sich über ein neues Linux-Gerät in Ihrem Google-Konto angemeldet. Sie haben diese E-Mail erhalten, weil wir uns vergewissern möchten, dass es sich hierbei um Sie handelt.
Aktivität prüfen

Nun kann es ja sein, daß dies ein “Sicherheits-Feature” sein soll - die Formulierung ‘neues Linux-Gerät’ deutet aber darauf hin, daß meine Maßnahmen gegen Verfolgung funktionieren 😁, wie z. B. der folgende Screenshot zeigt:

=Bildbeschreibung=

Beide angezeigten Geräte - sind einfach identisch … 😄

Das Imperium schlägt zurück:

Wer sich der Dauerüberwachung entzieht, wird abgestraft. Zunächst ist man schon mal im Fadenkreuz, wenn man seinen gewohnten e-mail-Client verwenden will, um die Google-kreierten (anderen mute ich nicht zu, mit mir über Google zu kommunizieren) System-mails abzurufen:

Dazu muß man dann erstmal in den Einstellungen

Zugriff durch Drittanbieter-Apps

aktivieren und wird dann belehrt:

Ihr Konto kann leichter gehackt werden, weil Sie den Zugriff von Apps und Geräten zulassen, die weniger sichere Anmeldetechnologien verwenden. Sie sollten den Zugriff für diese Apps und Geräte deaktivieren.

Mach ich aber nicht - ich will weder mit ‘nem Browser meine mails angucken (denn ich will die alsbald lokal auf meinem Rechner haben (POP3)) noch (auf Reisen) endlos Datenvolumen durch unnützen Javascript- und ähnlichen Kram für die Weboberfläche verbraten.

Die ‘Strafe’ des Imperiums

e-mail-Abruf

Wenn man sich also so widerspenstig verhält, dann darf man sich nicht bewegen. Denn: die Abfrage der e-mails von einem anderen als dem von Google gespeicherten Standort zieht folgende Konsequenz nach sich:

=Bildbeschreibung=

Die angegebene Seite liefert erstmal Fehlermeldungen:

Wenn Sie sich in Ihrem E-Mail-Client nicht mehr anmelden können, wird Ihnen möglicherweise eine der folgenden Fehlermeldungen angezeigt:

  • “Nutzername und Passwort nicht akzeptiert”
  • “Ungültige Anmeldedaten”
  • Sie werden wiederholt zur Eingabe von Nutzername und Passwort aufgefordert.

und bietet als Lösungsvorschläge die Standard-Ansätze wie Aktualsierung des e-mail-Clients, Neueinrichtung des Google-Kontos und so’n Quark, aber auch:

Wenn die oben genannten Tipps nicht helfen, besuchen Sie die Seite https://www.google.com/accounts/DisplayUnlockCaptcha und folgen Sie der Anleitung auf dem Bildschirm.

Toll, soll ich also mal wieder (unterwegs ggf. über teuere oder wackelige Internet-Verbindungen) irgendwelche Webexperimente machen, wo ich doch einfach nur ggf. ein paar Zeilen Text abrufen will.
Genau deshalb bin ich froh, daß ich darauf nicht angewiesen bin, s. o., eben weil ich niemand zumuten will, seine Privatsphäre ausspionieren zu lassen, um mit mir zu kommunizieren und meine Gebrauchspostfächer bei vertrauenswürdigeren Providern unterhalte.

Webdienste

Will man sich von einem anderen Standort in z. B. die Webmaster-Tools einloggen, dann kann dieser Bildschirm erscheinen:

=Bildbeschreibung=

Zusammenfassung

Die gezeigten Erfahrungen zeigen einmal mehr, daß Google ganz entscheidend daran interessiert ist, das Verhalten seiner user möglichst umfassend und lückenlos zu erfassen. Alles, was dieses Bestreben stört, wird als unerwünscht betrachtet und unter Vorwänden dem Kunden als “unsicher” verkauft und mit unbequemen Mehraufwänden sanktioniert.