Nachtrag April 2006

Nach 9 Jahren und ca. 190.000km Fahrleistung sind beidseitig am oberen Ende der A-Säule Risse (roter Pfeil) aufgetreten, die bei Fahrt in starkem Regen Wassereinbruch im Fahrerhaus an den Halteclips des Fahrerhaushimmels in der Mitte der Windschutzscheibe zur Folge hatte.
Eine genauere Kontrolle zeigte, daß sich die Risse unterhalb der Fensterdichtung in etwa längs der eingezeichneten roten Linie fortsetzten.

Bei ausgebauter Scheibe und nach Demontage des Aufbaus ist das ganze Ausmaß des Risses (hier Beifahrerseite) sichtbar.
(Zu sehen ist außerdem die millimeterdicke Schicht von Zweikomponentenkleber, die nach Demontage des Alkoven-Spoilers auf dem Dach zurückblieb).

Offenbar bewirkt die feste Verbindung des Aufbaus mit dem Fahrerhaus, daß das Fahrerhausdach durch die Verkleidung an den vorderen Ecken (rote Pfeile) quasi "festgehalten wird" vom in sich sehr steifen Gfk-Aufbau, während das restliche Fahrerhaus - über Metall-Gummi-Lager mit dem Leiterrahmen verbunden - versucht, den Verwindungen desselben zu folgen.
Der Anschluß der A-Säule an die Dachkonstruktion des Originalfahrerhausdaches ist dabei naturgemäß der schwächste Punkt, der bei Belastung eben nachgibt, i. d. Regel dann beidseitig.
Zu denken geben sollte die Tatsache, daß es sich bei den o. g. 190.000km Fahrleistung um für dieses Fahrzeug leichte Wegstrecken handelte: Überwiegend asphaltierte Straßen, gelegentlich m. o. w. befestigte Pisten, kurze Sandstrecken in der Ebene.
Echte "Off-Road-Strecken", d. h. schwierige Geländepassagen: keine
Fazit: Wer sich auf "langjährige Erfahrung" eines "Fach-"betriebs verläßt, ist verlassen.
Der Aufbau darf nicht fest mit dem Fahrerhaus verbunden werden!
Zur Beseitigung des Schadens: Die Risse wurden MIG-gelötet. Dazu schreibt Wikipedia:
Reaktion des Aufbauherstellers Fa. Ormocar zum Problem:
Der empfohlene Gang zum Karosseriebauer brachte jedenfalls die klare Aussage: "Spannungsrisse"!
Iveco äußerte sich zu dem Schaden wie folgt:
Mitgeschickt wurden Auszüge aus den relevanten Auf- und Umbaurichtlinien.
***** Diese Seite befindet sich im Aufbau! ******
Hergestellt wurde der Koffer von Ormocar mit einem Unter"rahmen" (Bodengruppe), der i. W. aus C-Profilen (70x50x4) quer zur Fahrtrichtung (dunkelgrau) über die Aufbaukonsolen verlaufend besteht, die durch C-Profilstücke in Längsrichtung (hellgrau) oberhalb der Fahrzeugrahmenträger verbunden sind.
Rot markiert sind die Montagelöcher, dort ist der Aufbau mit den Aufbaukonsolen verschraubt.
Vom Fahrzeugheck her gesehen die ersten 4 Konsolen (auf jeder Seite) sind mit den Querträgern der Kofferbodengruppe verschraubt (s. rechtes Bild)
Die ersten beiden Konsolen hinter dem Fahrerhaus (auf jeder Seite) sind etwas anders aufgebaut und über an die Bodengruppe angesetzte Aufnahmen mit den entspr. Metall-Gummi-Lagern verbunden (linkes Bild).
Alles in allem "schwebt" der Aufbau-Hilfsrahmen 33mm über dem Fahrzeugrahmen.
Wohnkoffer und Fahrerhaus sind fest verbunden. Rückwand wurde aus dem Fahrerhaus entfernt (bis auf einen schmalen Blechrand), die Anbindung an die Kofferfrontwand erfolgte über verklebte Sperrholzleisten, die der Konturanpassung dienen. Koffer-Seitenwände stehen seitlich leicht über das Fahrerhaus über und sind dann rechtwinklig verblendet. (Bild: Fahrerhaus-Hinterkante mit Kofferanschluß, beifahrerseitig)

Die Verblendung zwischen Fahrerhausdach und Alkovenunterseite erfolgte mit Gfk-Sandwichmaterial (volle Wandstärke, i. A. 50mm, davon beidseitig 1,5 ... 3mm Gfk-Deckschicht), welches an die Kontur angepaßt verklebt wurde. (siehe Foto)
Der Alkoven übte durch seine Montage Druck auf das Fahrerhausdach aus, wie dieser Kreis beschädigten Lacks in der Dachmitte beweist.

© Bernhard Albicker's private Homepage
http://privat.albicker.org
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