Inhalt:
Der Beitrag bezieht sich auf die Leistungsoptimierung, die von der Fa. Niemz angeboten wird. Es handelt sich dabei um eine Darstellung meiner persönlichen Erfahrungen, die nicht unbedingt zu verallgemeinern sind, hier aber in der Hoffung wiedergegeben werden, andere in die Lage zu versetzen, sich durch vorbeugendes Handeln vor ähnlich unliebsamen Überraschungen zu bewahren.
Meine Ausgangssituation sieht folgendermaßen aus:
Nach der Optimierung stellten sich alsbald folgende Probleme ein:
Das löste eine gewisse Besorgnis bzgl. Betrieb unter sommerlichen Bedingungen bzw. Betrieb in potentiell warmen Ländern (z. B. Marokko) unter Last und geringen Geschwindigkeiten aus.
Während ich bereits auf meiner ersten Tour nach der Modifikation die Fa. Niemz per e-mail mehrfach auf die Probleme hingewiesen hatte und keinerlei Antwort erhielt, war nach meiner Rückkehr während der dann geführten Telefonate mit Herrn Niemz lediglich Abwiegeln und Desinteresse feststellbar, jedenfalls kein konstruktives Bemühen um eine Problemlösung.
Inwieweit weitere Maßnahmen wie z. B.:
zu 2.) Die Maschine rußt nach der "Optimierung" sichtbar viel stärker, besonders beim Anfahren oder Beschleunigen aus niedrigen Drehzahlen, da ist mir früher nie sowas aufgefallen. Mein Daily '96 hat bereits serienmäßig ein kurzes Auspuffrohr, das unter der Kabine endet, trotzdem: je nach Windrichtung kommt rechts oder links eine Wolke unterm Auto raus - und da meine ich, wird's wohl schon problematisch... (Der eine oder andere Pkw-Fahrer hat auch schon freiwillig den Abstand vergrößert ).
Niemz wiegelt ab: "Das haben die eigentlich alle..." und empfiehlt: Luftfilter tauschen.
Erfolg: keine Verbesserung.
Dieseladditiv bringt eine Verbesserung in Verbindung mit langer (einige 100km) zügiger Autobahnfahrt, aber nur temporär.
zu 3.) Bei niedrigen Temperaturen (unter 0°C) schlechtes Startverhalten: Der Motor läuft zögernd an, eine ganze Weile sehr ungleichmäßig (unrund) und unter heftigem Ausstoß von sog. "Weißrauch", obwohl das Flammstartgerät die Ansaugluft noch vorwärmt nach dem Start, was genau dieses Verhalten eigentlich verhindern soll - und im Originalzustand auch hat. (Aufgrund der Qualität des bisherigen "Supports" habe ich dieses Thema Herrn Niemz nicht mehr zur Diskussion gestellt).
Als Folge habe ich daher die Einspritzpumpe bei einem anstehenden Austausch zum Altteilewert angekauft und einer genauen Untersuchung unterziehen lassen.
Die wichtigsten Ergebnisse:
| n 1/min |
Sollwert 1) |
LDA Druck hPa |
Meßwert | |
|---|---|---|---|---|
| Vollast-Startmenge | ||||
| 100 | 85 | 0 | 90 | |
| 510 | 30 | 0 | 51 | |
| 200 | 90 | 0 | 98 | |
| Vollast | ||||
| 1100 | 58,5 | 1200 | 84 | |
| 800 | 51 | 500 | 67 | |
| 550 | 30,5 | 0 | 49 | |
| 1800 | 61,5 | 1200 | 76 | |
| 600 | 62,5 | 1200 | 105 | |
| 950 | 58,0 | 1200 | 89 | |
| Abregelung | ||||
| 2000 | 43 | 1200 | 77 | |
| 2100 | 20 | 1200 | 65 | |
| 2200 | 2 | 1200 | 46 | |
Interpretation:
wichtig: Die Pumpe läßt sich durch bloße Einstellung nicht mehr in den Sollzustand bringen.
Nach Austausch der Pumpe (Bosch-Dienst) bin ich wieder ungetunt unterwegs...
... was auch seine Vorteile hat:
Die Betriebssicherheit ist wieder erheblich gestiegen und befindet sich auf dem Niveau des fabrikneuen Fahrzeugs.
Fazit: Für mich hat sich das Thema "Motoroptimierung/Tuning" erledigt
© Bernhard Albicker's private Homepage
http://privat.albicker.org
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