Vorwort: Dies sind meine persönlichen Erfahrungen mit meinen drei Damen, sie erheben keinen Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit oder Vollständigkeit!
Auch Hunde reisen gern und nehmen die Gelegenheit wahr, neue Eindrücke (Landschaften, Tiere) kennenzulernen. Für das Team Mensch-Hund ergeben sich dabei auch neue Möglichkeiten: So hat sich meine Aicha in "Vor-GPS-Zeiten" als ausgezeichnete "Track-Back-Spezialistin" auf Hochgebirgstouren in wenig erschlossenen Teilen Griechenlands und Spaniens erwiesen, sowohl Aicha als auch Chica stell(t)en für mich hervorragende "Tierdetektoren" dar, die mir manche interessante Beobachtung von Wildtieren ermöglichten.
Ich nehme auf meine Reisen das vertraute Futter in ausreichender Menge mit, geht mit Trockenfutter natürlich am einfachsten. Für meine Hunde in der "20 - 25kg-Klasse" sind das ca. 10kg/Monat. Ebenso Kauknochen und dgln, was das Tier eben gerne mag, hier ist die Beschaffung schon in manchen Teilen Europas schwierig, außerhalb ggf. völlig unmöglich.
Unterschiedliche Meinungen gibt es zum Thema Autofahren:
Meiner Erfahrung nach sollte vom gewohnten Rhythmus der Ernährung nicht abgewichen werden (bei mir jeweils morgens und abends die halbe Tagesration). Meine Hunde reagierten stets mit heftigem Grasfressen sofort nach dem Aussteigen, wenn die Morgenmahlzeit ausgefallen war, während sie sich normal verhielten, wenn sie ihr gewohntes Frühstück bekommen hatten.
Mehr als in Deutschland achte man im Ausland darauf, daß der Hund nichts unerlaubt frißt, Gift ist eine permanente Gefahrenquelle, meiner Erfahrung nach in Europa besonders in Griechenland (Pflanzenschutzmittel (z. T. großflächig/Streuverluste! per Flugzeug oder Hubschrauber ausgebracht) sowie Giftköder gegen Marder und Füchse rund um abseits gelegene Mittelgebirgsdörfer).
In Deutschland ist die Anwendung von Präparaten wie Exspot oder Frontline üblich, um Zeckenbefall (Borrelioseinfektion) zu reduzieren, bezüglich der Anwendung im Ausland gehen die Meinungen auseinander. Die Wirkung gegen Stechmücken sei nicht nachgewiesen.
In Südeuropa kommen folgende Gefahrenquellen hinzu:
PS: Babesiose scheint sich auch in Deutschland zunehmend zum Problem auszuwachsen.
Wie man seinen Hund zuverlässig gegen Schlangen und Skorpione schützt, weiß ich nicht. Hirten in Südeuropa hängen ihren Hunden Glöckchen ans Halsband.
Für Hunde können jedenfalls Schlangenbisse gefährlicher sein als für Menschen, siehe meine Erfahrungen mit Sarah (Aspisviper gilt gemeinhin wie eine Kreuzotter - für den Menschen - als nicht besonders gefährlich).
Der Blaue Heimtierausweis (2003/803/EG) hat in den EU-Staaten das Reisen sehr vereinfacht (Verordnung (EG) Nr. 998/2003). Lediglich für Großbritannien/Irland und Skandinavien gibt es übergangsweise noch Sonderregelungen (Stand: 2009). Für Großbritannien google man nach dem "Pet Travel Scheme", die Einreise nach Irland ist nur auf dem Weg über Großbritannien möglich, nicht aber direkt.
Wichtig ist, daß bei Reisen in Drittländer (z. B. nach Nordafrika) VOR Ausreise ein Bluttest notwendig ist zur Bestimmung des notwendigen Tollwut-Titers, damit eine Wiedereinreise ohne Quarantäne möglich wird.
Für den regelkonformen Import eines Hundes aus einem Drittland sind mindestens 4 Monate Zeit zu veranschlagen.
Das BMELV schreibt zu diesen Punkten:
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